Donnerstag, 14. Februar 2019

Medien (III)

72 Millionen für Heimkinder aus Berlin
Die Senatsverwaltung für Jugend hat am Mittwoch eine Bilanz zu den am 31. Dezember geschlossenen Entschädigungsfonds für frühere Heimkinder vorgelegt. Insgesamt 72 Millionen Euro sind demnach  an mehr als 5700 ehemalige Berliner Heimkinder geflossen, die fragwürdige Erziehungsmethoden, Zwang und Gewalt erlitten haben und  in der DDR auch  in gefängnisähnlichen Einrichtungen eingesperrt waren. Im Schnitt wurden pro Person 9800 Euro für materielle Hilfen und 7000 Euro für Rentenersatzleistungen bezahlt. Die Antragsfristen für Fondsleistungen endeten 2014.
Tagesspiegel, 9. Januar 2019


Walter, ein Scheidungskind, hatte die Zustände im Heim, vor allem die Übergriffe einer Nonne, seiner Mutter geschildert. Die hatte sich im April 1966 schriftlich an die Stadt gewandt. Das dreiseitige, umstrittene Antwortschreiben vom 4. Mai 1966 verfasste der damalige Oberstadtdirektor Heinz Mohnen persönlich.
Köln von der Vergangenheit eingeholt
Ein bis heute nachhallender, zentraler Satz des Schreibens, in dem Mohnen die Vorwürfe nahezu kategorisch zurückweist und den Spieß umdreht, lautet: „Unter diesen Umständen dürften Ihre Anschuldigungen ausschließlich auf Mißverständnissen bzw. entstellenden Darstellungen Ihrer Kinder beruhen, denen - abgesehen davon, daß der Wert von Kinderaussagen grundsätzlich sehr zweifelhaft ist - (...) die Einsicht in das aus erzieherischen Gründen Erforderliche fehlt.“

Express Köln, 7. Februar 2019

Kinder aus Husum klagen an

Der frühere Leiter einer Einrichtung in Husum soll schwerste Misshandlungen verübt haben – über seinen Anwalt lässt er alle Vorwürfe bestreiten.

Husumer Nachrichten, 13. Februar 2019

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